Neubauprojekt in Balingen

In bester Innenstadtlage von Balingen entsteht derzeit ein modernes, hochwertiges Geschäfts- und Wohngebäude mit insgesamt vier repräsentativen Gewerbe- bzw. Büroeinheiten sowie drei Mikro-Appartements.

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Wert­stei­ge­rung von Immo­bi­lien: Aktu­elle Faktoren und Maßnahmen

Aktualisiert am: 08.07.26

Das Wich­tigste in Kürze

  • Aktu­elle Preis­ent­wick­lung: In den letzten 20 Jahren sind die Immo­bi­li­en­preise in Deutsch­land um etwa 63 % gestiegen, wobei insbe­son­dere in Groß­städten wie München eine Verdopp­lung der Quadrat­me­ter­preise zu verzeichnen ist.
  • Einfluss­fak­toren auf die Wert­stei­ge­rung: Neben der hohen Nach­frage und dem begrenzten Angebot beein­flussen Faktoren wie Lage, Infra­struktur und Boden­richt­werte den Immo­bi­li­en­wert maßgeblich.
  • Maßnahmen zur Wert­stei­ge­rung: Eigen­tümer können durch Sanie­rungen, Moder­ni­sie­rungen und Reno­vie­rungen aktiv den Wert ihrer Immo­bilie erhöhen.

Im Jahr 1990 konnte man sich mit rund 200.000 Euro ein Reihen­haus in Deutsch­land leisten. 22 Jahre später beträgt der durch­schnitt­liche Preis über 550.000 Euro.

Seit Jahren erfahren Immo­bi­lien eine Wert­stei­ge­rung. Die hohe Nach­frage und das geringe Angebot tragen maßgeb­lich dazu bei.

Trotz der äußeren Faktoren können die Eigen­tümer den Wert ihrer Immo­bilie positiv beein­flussen.

Defi­ni­tion

Die Wert­stei­ge­rung beschreibt eine posi­tive Verän­de­rung des Markt­werts einer Immo­bilie über einen bestimmten Zeit­raum. Ist eine Immo­bilie zum jetzigen Zeit­punkt mehr wert als zum ursprüng­li­chen Kauf­preis, spricht man von einer Wert­stei­ge­rung.

Merk­formel

Aktu­eller Markt­wert — (Ursprüng­li­cher Kauf­preis + Moder­ni­sie­rungs­kosten) = Wertsteigerung

Aktu­elle Entwick­lung der Immobilienpreise

In den letzten 20 Jahren sind die Immo­bi­li­en­preise bundes­weit gestiegen.

Laut dem Statis­ti­schen Bundesamt haben sich die Preise, ausge­hend vom Basis­jahr 2015, um knapp 63 Prozent erhöht.

Anhand des Häuser­preis­index veran­schau­licht folgende Grafik die konkrete Entwick­lung der Haus­preise in den Jahren von 2000 bis 2022. Berück­sich­tigt wurden auch neue und bereits bestehende Immo­bi­lien, die zusammen mit dem Grund­stück verkauft werden.

Balkendiagramm, das den Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland von 2000 bis 2022 zeigt. Der Preisindex (2015=100) kletterte von 84,4 auf 162,9 und zeigt damit eine stetige Wertsteigerung, insbesondere nach 2010.

Beson­ders in Groß­städten verdop­pelte sich der Kauf­preis von Eigentumswohnungen.

Ende 2022 kostete eine Wohnung in München etwa 11.200 Euro pro Quadrat­meter Wohn­fläche, wobei der Preis sechs Jahre zuvor unge­fähr 6.800 Euro betrug.

Grund dafür ist eine wach­sende Bevöl­ke­rung, wodurch eine hohe Nach­frage an Immo­bi­lien mit gleich­zeitig geringem Angebot herrscht.

Die Nied­rig­zins­po­litik der Euro­päi­schen Zentral­bank stärkt die Nach­frage, da deshalb Inves­ti­tionen in Immo­bi­lien attrak­tiver werden als andere Anlagemöglichkeiten.

Gleich­zeitig herrscht ein Mangel an Bauland, was zu konti­nu­ier­lich stei­genden Preisen führt. Die Preise pro Quadrat­meter sind in der Tabelle ersichtlich.

VorteileNach­teile
Sicher­heitBestimmte Vertrags­lauf­zeit
Volles Enga­ge­ment des MaklersNicht immer Eigen­ver­kauf möglich
Zeit­er­sparnis
Seriös

Dennoch konnte 2023 ein Rück­gang der Preise fest­ge­stellt werden. Während der Häuser­preis­index ein Jahr zuvor 162,9 Punkte betrug, lag dieser im ersten Quartal des Jahres 2023 bei 152,1 Punkten.

Im Vergleich zum Vorjah­res­quartal sind die Preise um durch­schnitt­lich 6,8 Prozent gesunken. Die Preis­rück­gänge waren stärker in Städten zu beobachten.

In Top-Metro­polen wie Frank­furt am Main, Stutt­gart, Köln, Berlin etc. konnte man Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser um 10,4 Prozent güns­tiger erwerben.

Ausschlag­ge­bend dafür sind eine hohe Infla­tion, sowie gestie­gene Finan­zie­rungs­kosten, was zu einer nied­ri­geren Nach­frage geführt hat.

Aktu­elle Daten

Die aktu­ellsten Infor­ma­tionen und Daten­sätze zu den Immo­bi­li­en­preisen finden Sie auf der Website des Statis­ti­schen Bundes­amts.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Wertsteigerung?

Die Wert­ent­wick­lung wird von diversen Faktoren beein­flusst, wobei man zwischen äußeren Einflüssen (bspw. demo­gra­fi­sche und wirt­schaft­liche Einflüsse) und der Eigen­in­itia­tive des Eigen­tü­mers unterscheidet:

  • Boden­richt­wert
  • Lage
  • Infra­struktur
  • Grund­stücks­größe
  • Zustand und Baujahr
  • Bausub­stanz
  • Ausstat­tung

Der Boden­richt­wert gibt an, wie viel das Grund­stück durch­schnitt­lich wert ist, wobei dieser anhand der Kauf­preise vergleich­barer Grund­stücke bestimmt wird und oft als Grund­lage für die Besteue­rung dient.

Ein entschei­dender Faktor für den Immo­bi­li­en­wert ist die Lage des Grund­stücks, weswegen es lohnens­wert ist, die Entwick­lung der Umge­bung in den kommenden Jahren zu beobachten.

Insbe­son­dere in Städten oder am Stadt­rand ist die Nach­frage nach Wohnungen hoch, was zu einer Wert­stei­ge­rung führt. Ebenso kann eine gut ausge­baute Infra­struktur einen posi­tiven Einfluss haben.

Dazu zählen beispiels­weise Kinder­gärten, Schulen, Ärzte, Apotheken und Super­märkte in der Nähe, sowie viel­fäl­tige Kultur- oder Freizeitangebote.

Drei Personen stehen im Freien vor einer malerischen Landschaft; eine Person im Anzug zeigt auf ferne Hügel und einen blauen Himmel mit Wolken. Im Hintergrund sind Bäume und Dächer zu sehen.

Auch die Grund­stücks­größe und seine Ausrich­tung (Sicht auf Berge, Seen etc.) sind von Bedeutung.

Je größer die Immo­bilie und je besser die Sicht, desto höher ist der Verkaufspreis.

Bei älteren Immo­bi­lien sind Moder­ni­sie­rungs- und Sanie­rungs­ar­beiten für eine Wert­erhal­tung beson­ders wichtig. Eine gute Bausub­stanz und hoch­wer­tige Ausstat­tung können sogar für eine Preis­stei­ge­rung sorgen.

Stra­te­gien zur Stei­ge­rung des Immobilienwerts

Sanie­rungen und eine regel­mä­ßige Instand­hal­tung garan­tieren einen lang­fris­tigen Wert­erhalt der Immobilie.

Um aber für einen Wert­zu­wachs zu sorgen, können gezielte Inves­ti­tionen wie Moder­ni­sie­rungs- und Reno­vie­rungs­maß­nahmen getä­tigt werden.

Ange­sichts der stei­genden Ener­gie­preise erfreuen sich Immo­bi­lien mit hoher Ener­gie­ef­fi­zienz großer Beliebtheit.

Ener­gie­ef­fi­zienz stärken

Konkret ermög­li­chen ener­ge­ti­sche Sanie­rungs­ar­beiten eine Wert­stei­ge­rung von bis zu 25 Prozent.

Dazu zählen beispiels­weise Instal­la­tionen von Solar- oder Foto­vol­ta­ik­an­lagen, die Umrüs­tung auf ener­gie­ef­fi­zi­ente moderne Heiz­technik oder eine Verbes­se­rung der Dämmung.

Schad­stoff­be­freiung

Befreit man die Bausub­stanz von Schad­stoffen (Asbest, Schimmel o.Ä.) erhöht sich der Wert um 15 bis 20 Prozent.

Gestal­te­ri­sche Maßnahmen

Äußer­liche Verän­de­rungen wie Putz- und Maler­ar­beiten, die Gestal­tung des Gartens, aber auch eine Moder­ni­sie­rung des Bade­zim­mers, Fußbo­dens oder der Küche können zu einer Stei­ge­rung von 10 bis 15 Prozent führen.

Um die Attrak­ti­vität für poten­zi­elle Käufer oder Mieter zu erhöhen, ist die Vergrö­ße­rung von Wohn­flä­chen, zum Beispiel durch den Ausbau von Dach­böden oder der Nutzung von Keller­räumen als Wohn­räume, eine weitere Möglichkeit.

Maßnahmen zur Barrie­re­frei­heit – beispiels­weise eine boden­gleiche Dusche, Rampen, breite Gehwege – schaffen eben­falls einen Vorteil.

Norm zur Barrierefreiheit

Genauere Krite­rien für barrie­re­freies Planen, Bauen und Wohnen sind in der DIN 18040–2‑Norm festgelegt.

Zusam­men­ge­fasst sorgen alle Maßnahmen, die zur Verbes­se­rung der Optik oder des Komforts beitragen, für einen Zuge­winn an Wert. Die genaue prozen­tuale Stei­ge­rung vari­iert je nach Art und Umfang der Durchführung.

Wichtig!

Um die Finan­zie­rung solcher Maßnahmen zu erleich­tern, kann eine staat­liche Unter­stüt­zung in Form von zins­güns­tigen KfW-Darlehen oder Zuschüssen vom Bundesamt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kon­trollen (BAFA) genutzt werden.

Wie lässt sich der Immo­bi­li­en­wert berechnen?

Um den Verkaufs­preis für eine Immo­bilie fest­zu­legen muss der Verkehrs­wert, also der aktu­elle Markt­wert der Immo­bilie, ermit­telt werden.

Dazu gibt es drei verschie­dene Verfahren.

1. Vergleichs­wert­ver­fahren

Möchte man den Wert von Reihen­häu­sern, Doppel­haus­hälften oder Eigen­tums­woh­nungen ermit­teln, wird die Immo­bilie mit ähnli­chen Objekten vergli­chen. Daraus entsteht der Durchschnittspreis.

2. Sach­wert­ver­fahren

Bei diesem Verfahren stellt man sich die Frage: Wie viel würde es kosten diese Immo­bilie zum jetzigen Zeit­punkt nochmal zu bauen? Dabei werden Lage, Alter der Immo­bilie, Grund­stücks­wert und Baukosten einkal­ku­liert. Es wird häufig für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser eingesetzt.

3. Ertrags­wert­ver­fahren

Unter Bezug­nahme auf Liegen­schafts­zins, Boden­wert und Miet­erlös, wird die Wirt­schaft­lich­keit der Immo­bilie berechnet. Dementspre­chend wird diese Methode über­wie­gend bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern und Gewer­be­im­mo­bi­lien genutzt.

Sie möchten den echten Wert Ihrer Immo­bilie ermitteln?

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und nutzen Sie unser Online Immo­bi­lien Bewertungstool.

Immo­bilie bewerten

Ist der Kauf einer Immo­bilie immer lohnenswert?

Im Hinblick auf die Wert­stei­ge­rung ist der Immo­bi­li­en­kauf beson­ders attraktiv. Als eigen­ge­nutzte Immo­bilie bietet eine Wohnung viele Vorteile.

Durch regel­mä­ßige Instand­hal­tung und Reno­vie­rungen, lässt sich eine Wert­stei­ge­rung und somit ein höherer Verkaufs­preis erzielen.

Der Immo­bi­li­en­be­sitz bietet in finan­zi­ellen Notlagen eine Absi­che­rung. Auch das Vermieten von Immo­bi­lien bietet momentan höhere Rendi­te­chancen als alter­na­tive Anlagen.

Diese Faktoren machen den Immo­bi­li­en­be­sitz zu einer lohnens­werten Inves­ti­tion.

Ein Immobilienmakler in einem Anzug zeigt einem lächelnden Paar eine moderne, leere Küche. Das Paar steht zusammen, dem Makler zugewandt, in einem geräumigen, gut beleuchteten Raum mit Holzfußboden.

Unser Fazit

Der Immo­bi­li­en­wert ist stark abhängig von wirt­schaft­li­chen, demo­gra­fi­schen und poli­ti­schen Faktoren. Ist die Nach­frage hoch, aber das Angebot niedrig, steigt der Wert.

Aller­dings können auch Eigen­tümer aktiv Einfluss nehmen, um den Wert ihrer Immo­bilie zu steigern.

Dabei sind Maßnahmen wie Sanie­rungen, Moder­ni­sie­rungen und Reno­vie­rungen essenziell.

Häufig gestellte Fragen zur Wert­stei­ge­rung von Immo­bi­lien (FAQ)

In diesem Kapitel beant­worten wir kurz und knapp die häufigsten Fragen.

Welche Faktoren beein­flussen den Immo­bi­li­en­wert aktuell am stärksten?

Lage, ener­ge­ti­scher Zustand, Moder­ni­sie­rungs­grad sowie Angebot und Nach­frage am regio­nalen Markt zählen derzeit zu den wich­tigsten Einfluss­fak­toren für die Immobilienwertentwicklung.

Wie kann ich den Wert meiner Immo­bilie gezielt steigern?

Durch ener­ge­ti­sche Sanie­rungen (z. B. neue Heizung, Dämmung, Fenster), moderne Bäder oder Küchen sowie eine gepflegte Außen­an­lage lässt sich der Markt­wert deut­lich erhöhen.

Lohnt sich eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung für die Wertsteigerung?

Ja, ener­ge­ti­sche Maßnahmen stei­gern nicht nur den Wert, sondern machen die Immo­bilie auch zukunfts­si­cher und attrak­tiver für Käufer – insbe­son­dere im Hinblick auf gesetz­liche Anforderungen.

Wie wirkt sich die Lage auf den Immo­bi­li­en­wert aus?

Die Lage ist einer der wich­tigsten Wert­fak­toren: Eine gute Infra­struktur, ruhige Umge­bung und Nähe zu Bildungs­ein­rich­tungen oder ÖPNV erhöhen den Wert erheblich.

Spielt die Ausstat­tung bei der Immo­bi­li­en­be­wer­tung eine Rolle?

Ja, hoch­wer­tige Ausstat­tung wie Fußbo­den­hei­zung, moderne Einbau­küche oder Smart-Home-Systeme kann sich positiv auf den Verkaufs­wert auswirken.

Kann sich der Immo­bi­li­en­wert auch ohne bauliche Maßnahmen erhöhen?

Ja, auch Markt­ent­wick­lungen, ein wach­sendes Umfeld (z. B. neue Infra­struktur) oder stei­gende Nach­frage können den Wert ohne eigenes Zutun erhöhen.

Wie kann ich den aktu­ellen Wert meiner Immo­bilie ermit­teln lassen?

Ein Immo­bi­li­en­gut­achten durch einen Sach­ver­stän­digen oder eine profes­sio­nelle Markt­wert­ermitt­lung durch Makler bietet eine fundierte Bewertung.

Beein­flusst der ener­ge­ti­sche Zustand den Wiederverkaufswert?

Ja, eine schlechte Ener­gie­ef­fi­zienz kann den Verkaufs­preis deut­lich mindern, während eine gute Einstu­fung im Ener­gie­aus­weis ein Verkaufs­ar­gu­ment ist.

Hinweis: Dieses FAQ dient der allge­meinen Infor­ma­tion und ersetzt keine indi­vi­du­elle Immo­bi­li­en­be­wer­tung oder Ener­gie­be­ra­tung. Für konkrete Maßnahmen zur Wert­stei­ge­rung oder eine profes­sio­nelle Wert­ermitt­lung wenden Sie sich bitte an Fach­leute wie Immo­bi­li­en­gut­achter oder Energieberater.

Über den Autor

Marcel König

Marcel König ist ausgebildeter Immobilienkaufmann (IHK) und Vertriebsleiter bei der Köhl-Jetter GmbH. Er ist unser Experte für alle Fragen rund um die Vermietung und den Verkauf von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Baugrundstücken.

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